keep it simple.
heute hier, morgen dort.

Am letzten Wochenende bin ich also das erste Mal aus der Provinz British Columbia herausgekommen. Dazu hat es eine 13-stündige Busfahrt nach Edmonton, Alberta, gebraucht. Das großartige an dieser Fahrt war, dass wir Stunde um Stunde durch die scheinbar endlose kanadische Wildnis gefahren sind. Überall dasselbe Bild und doch immer wieder anders: Berge, Wald, Täler, Flüsse und Bachläufe. Das Highlight in Sachen Natur war, dass wir durch den Jasper National Park gefahren sind. Atemberaubend! Dummerweise hatte ich auf dem Rückweg als wir mal für länger Pause gemacht haben meine Kamera verlegt. Mist!

Der Weg nach Edmonton war aber nicht unser Ziel. Wir sind auf eine Konferenz – ‘Go for Souls’ - gefahren auf der Aaron, der Leiter der 614-Gemeinschaft hier, gepredigt hat. Es war gut. Es ging nicht nur theoretisch um Evangelisation, sondern wir hatten verschiedene praktische Workshops. Einige von uns hatten einen Stand im nahegelegenen Park, an dem sie (prophetisches) Gebet angeboten haben, andere waren auf ‘Schatzsuche’ im Einkausviertel und ich bin mit drei anderen Kamikaze-Evangelisten von Tür zu Tür gezogen. Das wollt ich gerne mal ausprobieren, weil ich bisher immer nur das (schlechte) Beispiel der Zeugen Jehovas erlebt hatte. Es war eine nette Erfahrung, aber ich kam mir dann doch auch ein wenig blöd vor am Samstag Nachmittag bei Unbekannten vor der Türe zu stehen und zu fragen, ob sie über Jesus reden wollen. Einige gute Unterhaltungen haben sich aber dennoch ergeben.

Als wir wieder nach Vancouver gekommen sind gab es auch endlich Neuigkeiten für meinen Sommereinatz. Ich werde von 3.Juni bis 4.August in Toronto sein! Dort werde ich bei einem Straßenfußballcamp für Kinder und in der Heilsarmeegemeinde vor Ort mitarbeiten. Besonders freu ich mich darauf in einer der multikulturellsten (wenn man das so sagen kann) Städte der Welt zu leben. Immer wenn ich in Gemeinden die verschiedensten Altersklassen, Hautfarben und sozialen Hintergründe vertreten sehe kann ich nicht anders als zu denken „Ja Mann, das ist das Reich Gottes. Alle sind vertreten und alle haben EINEN Herrn.“

Wo wir gerade über ‘den Herrn’ reden kommt mir doch noch eine Erinnerung aus Edmonton hoch. Eine der Ermutigungen für mich war als Stephen Court zur Einführung darüber redete, dass Jesus Herr ist. Ist er Herr? Erleben wir das? Ist das unsere Realität? Wenn das wirklich so ist, was muss sich ändern? In diesem Sinne. Jesus ist Herr! Und er ist immer gut. Punkt.

den Lauf vollenden.

Was gibt es Neues aus meinem Leben zu erzählen? Die letzten Wochen in Vancouver sind angebrochen. Es ist ruhiger geworden hier, denn in gut drei Wochen werden wir an unsere Sommereinsatzorte ausgesandt. Bis dahin haben wir noch unseren regulären Unterricht und nächste Woche werden wir darüber hinaus für das Wochenende nach Edmonton auf eine Konferenz fahren. Die Fahrt dorthin dauert 15 Stunden. Für mich und die zwei Skandinavier ist es kaum vorstellbar nur mal für ein Wochenende so weit zu fahren, aber für Kanada ist das normal und es wird sicher gut werden. Vor allem über die Rocky Mountains zu fahren stelle ich mir großartig vor!

Hier in Vancouver genieße ich es ab und an mal am Nachmittag alleine oder mit meinen Klassenkameraden im Park zu sitzen und die Sonne zu genießen, zu musizieren oder zu lesen. Außerdem sind auf den Straßen noch mehr Leute wie üblich unterwegs und es ist schön in Leute zu rennen, die man kennt und dann spontan etwas zu unternehmen. Einer unserer Freunde aus dem Balmoral Hotel, Al, musste vor zwei Wochen ins Gefägnis gehen, weil er jemanden schwer zusammengeschlagen hat. Er war einer der ersten Leute, die ich hier kennengelernt habe und ich werde ihn wegen seiner zweijährigen Haftstrafe wohl leider nicht mehr sehen bevor ich zurück nach Deutschland fliege. Al’s bester Freund, Steve, leidet besonders unter seiner Abwesenheit weshalb er jetzt schon öfter bei uns zu Besuch war.

Einen anderen Freund, Larry, hatte ich seit einiger Zeit nicht gesehen, aber als ich letzten Donnerstag am Morgen auf meinem Weg zu Union Gospel Mission war betete ich, dass ich ihn endlich mal wieder treffen würde. Prompt traf ich ihn eine halbe Stunde später und wir konnten bei einem Kaffee Neuigkeiten austauschen. Er wohnt seit langem hier in der Downtown Eastside und hat oft mir gegenüber geäußert, dass er raus will aus seinem Leben hier. Zitat: „Ich hasse es arm zu sein.“ Er ist so ein warmherziger und fröhlicher Mensch und jedesmal trifft es mich dann, wenn er mir von seinen körperlichen Leiden und seinen Depressionen erzählt. Um eine Sache bat er mich bevor wir auseinander gingen: Ich solle beten, dass er endlich das Rauchen aufgeben kann. Dem Gebet darf sicher jeder gerne anschließen!

Vor einigen Wochen lernte ich bei Union Gospel Mission außerdem Jason kennen. Er ist Mitte vierzig, kam früh noch halb verschwitzt in den Drop-In und meinte, dass er gerade von einem 10km-Lauf kommt. Das war mein Stichwort. Ich meinte, dass ich auch gerne laufen gehe und wir ja mal zusammen eine Runde drehen könnten. Die letzten Jahre über hatte Jason Knieprobleme, jetzt will er aber wieder durchstarten und nächstes Jahr einen Marathon laufen. Also sind wir einmal dienstags bei leichtem Regen zusammen um Stanley Park gelaufen, diesselbe Runde, die ich in letzter Zeit öfter gelaufen bin um mich auf den Vancouver Halbmarathon vorzubereiten, und das hat sich gelohnt. Zum einen ist die 17km-Strecke entlang des Wassers mit Blick auf die Berge einfach wunderschön und zum andern haben sich die Vorbereitungsläufe letzten Sonntag bezahlt gemacht. Ich habe mein Ziel erreicht und bin mit einer Zeit von 1:29:18h knapp unter meinem Ziel von 1:30h geblieben. Mit 8300 anderen Leuten durch Vancouver zu joggen war eine herrliche Erfahrung, die ich nicht missen will, auch wenn ich zwischendrin gerne einfach mal stehen geblieben wäre :)

Und wenn wir uns manchmal auch so fühlen ist Hebräer 12,1-3 gut zu lesen:

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender der Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten Gottes gesetzt hat. Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert.

auf den Fotos unter anderem: Unser Cafe Re:Cre8 - Geburtstagsparty - Sportunterricht - Halbfinalelfmeterschießen Bayern gegen Real - Telefonieren im roten Haus - Hauskreisgruppenbild

Es fällt mir auf wie schwer es nach so vielen Monaten ist wirklich regelmäßig zu schreiben. Wenn du das hier liest bist du wohl eine der Personen, an die ich hier immer wieder denke, aber nur kaum mal dazu komme dir das auch in einer Mail oder einer Nachricht zu schreiben. Hier passiert jeden Tag so viel, aber es scheint auch so normal. Die Wochen fliegen vorbei und ich merke gar nicht wie schnell schon wieder ein Monat rum ist und ich kaum mal im Internet war um Kontakte zu pflegen. Jetzt geht unsere Zeit hier in Vancouver auch wirklich dem Ende entgegen. Letztes Wochenende waren wir in Kelowna auf einer Konferenz. Als wir zum Konferenzgebäude kamen und lese ich auf einem Schild Bakery/Bäckerei. Ich denke mir ‘Oh, nett, eine deutsche Bäckerei’. Als ich dann davorstehe sehe ich ‘Holzofenbäckerei Schroth’ - Verwandtschaft von Schroths aus der Rhön. Ich konnte leider nur kurz mit jemandem aus der Familie reden, aber es war sehr nett ein wenig ‘Heimat’ zu spüren :) Kelowna ist eine schöne Stadt am Okanagan Lake (mit dem Bodensee zu vergleichen). Wir hatten gutes Wetter und konnten Freitag Nachmittag am Strand verbringen. Richtig gut!

In der Woche zuvor hatten wir in unserem Zimmer Bettwanzen und Mäuse. Wir mussten alles Waschen, bzw. durch den Wäschetrockner jagen, unser Sofa sprühen und Löcher mit Bauschaumfüllen. So wie es jetzt aussieht hat das aber auch was genützt. - Hoffentlich. Auf die Bettwanzenstiche hab ich als einziger in unserem Zimmer reagiert, weshalb wir uns erst nicht weiter gesorgt haben, aber als wir dann Darren, einen Freund aus unserem Viertel zum Übernachten bei uns hatten haben wir die Wanzen am Bett entdeckt. Darren ist ein Gebetsanliegen. Als ich ihn das erste Mal traf kam er gerade aus dem Gefängnis. Sein Vater hat Krebs und ist Alkoholiker, seine Mutter ist lange gestorben. Er sagt immer wieder, dass er selbst gerne mit dem Trinken aufhören würde, aber er kann es noch nicht loslassen. Wir haben ihn immer wieder versucht zu ermutigen einen Entzug anzufangen und auch klargemacht, dass wir ihn unterstützen würden. Hoffentlich ist er bald dazu bereit. Bis dahin kommt er uns ab und an besuchen, wir reden über Fußball (Schweinsteiger ist sein Lieblingsspieler, weshalb er mich oft auch nur Schweinsteiger nennt) oder trinken Kaffee. Sollten die Bayern es ins Champions Leaugue Finale schaffen werden wir uns das auch zusammen anschauen!

Okay. Ich melde mich wieder. Wenn du mir nur kurz mal schreiben willst - Ich werde mich rießig freuen. Ahoi!

er ist wahrhaftig auferstanden.

„Ihr Leute von Israel, hört her! Bei dem, was wir euch zu sagen haben, geht es um Jesus von Nazaret. Durch diesen Mann hat Gott – wie ihr alle wisst – in eurer Mitte mächtige Taten vollbracht, Wunder gewirkt und außergewöhnliche Dinge getan. Damit hat er ihn euch gegenüber ´als seinen Gesandten` bestätigt. Was dann geschah, wusste Gott schon lange im Voraus; er selbst hatte es so geplant: Jesus wurde ´verraten und an euch` ausgeliefert, und ihr habt ihn durch Menschen, die nichts vom Gesetz Gottes wissen, ans Kreuz schlagen und töten lassen. Doch Gott hat ihn aus der Gewalt des Todes befreit und hat ihn auferweckt; es zeigte sich, dass der Tod keine Macht über ihn hatte und ihn nicht festhalten konnte.” - Apostelgeschichte 2,22-24


Wir müssen alle sterben. Egal wie arm oder wie reich wir sind. Ob wir Abitur haben oder zu den 77Millionen Kindern gehören, die nicht die Möglichkeit haben das Lesen und Schreiben zu lernen. Unsere Gesellschaft schweigt so oft darüber. Wir wollen den Tod so lange wie möglich herausschieben. Am letzten bisschen Leben halten wir fest mit Dialysemaschinen und allem, was aus medizinischer Sicht möglich ist. Mit dem Tod und mit Leid wollen wir, besonders im Westen, nichts zu tun haben. Aber es ist da. Wenn wir lange genug leben, dann werden wir auch leiden. Wir sehen Menschen um uns herum, die sterben. Leute, die wir lieben und die einen festen Platz in unserem Leben haben. Eins haben alle Menschen gemeinsam. Wir müssen sterben.

Wenn wir uns dann doch einmal damit auseinandersetzen, da es ja ein unausweichlicher Teil unseres Lebens ist oder sein wird. Was denken wir? Alles aus? Oder geht es weiter?

Was immer deine Antwort ist. Ich glaube dem, der von den Toten auferstanden ist. Dem, der sagte, dass er nur tut, was er seinen himmlischen Vater tun sieht. Der sagte, dass niemand gut ist als Gott allein. Dem, der sagte, dass er der Weg zu seinem Vater ist und dem der sagte, dass es viele Wohnungen gibt im Haus seines Vaters. Es gibt mehr als diese Welt. Mehr als allen Besitz und alles Geld, als Einfluss und Macht, die allesamt vergehen werden. Es gibt eine Hoffnung über den Tod hinaus und sie fängt hier an. Wie Stephanus, der erste Märtyrer zum Hohen Rat sagte: „Der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind.“ (Apostelgeschichte 7,48). Er hat uns erwählt um durch seinen Heiligen Geist in uns zu wohnen. Ewiges Leben fängt an, wenn wir Jesus folgen und er in uns wohnt. Was für eine abgefahrene Vorstellung. Der Herr über alles kommt uns so nahe!

Und schließlich sagt Jesus: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5) – Das ist meine Hoffnung.

Ansonsten geht es mir gut. Ich hatte Besuch von meiner Schwester – das war großartig – und jetzt ist der Joe hier für längere Zeit um ein bisschen durch Kanada zu reisen und zu arbeiten. Zehn Bilder sagen mehr als zehntausend Worte. Frohe Ostern!

stop und los.

Puh. Durchatmen. Unser zweites Semester ist also vorbei und morgen geht das dritte und letzte los. In der letzten Woche hatten wir hier RAW (Ready and Willing), d.h. 20 Jugendliche waren für drei Tage hier und haben gesehen wie unser (Schul-)Leben hier so aussieht. Wir hatten Gebetszeiten, Lehreinheiten und Straßeneinsätze. Es war eine richtig gute Zeit, aber auch sehr anstrengend, weil wir überall eingespannt waren. Den Rest der Woche ging es dann ruhiger zu und gestern Abend waren wir alle auf der ‘Passion’-Konferenz im Hockeystadion. Nachdem ich erstmal meine Abneigung gegen christliche Großveranstaltungen mit viel Licht und Tra-Ra ablegen musste, hatte ich später doch eine gute Zeit und es war gut um wieder zurückzukommen, was zählt. Zinzendorf und seine Senfkornordenfreunde haben das so gesagt:

Gott lieben. Menschen lieben. Mission leben.

Das war also gut. Später am Abend als ich nach Hause kam und noch ein bisschen gelesen habe bin ich in Lukas 19 gelandet. Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein. In Jerusalem? Nicht ganz nur in einem ‘Vorort’, außerhalb der Stadt am Ölberg, wird er von „der ganzen Menge der Jünger“ gefeiert. Sie rufen ihm zu „Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe!“. Die Pharisäer, die sich das ganze auch mit angeschaut haben, fordern, dass Jesus seine Jünger zurechtweist, sie zur Ruhe bringt. Ist ja auch viel zu fanatisch sowas. Aber Jesus antwortet: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!“. Bäm! Wie großartig. Nichts kann Jesus davon abhalten geehrt zu werden. Er ist König, ob wir es jetzt schon mit unserem Mund bekennen oder nicht. Ob wir so handeln als wäre er es oder auch nicht. Ich will einstimmen und sagen „Ja, Jesus ist der König, der war, der ist und der kommt und ich will heute so leben als wäre das die Realität“ - Denn so ist es auch.

Neuigkeiten.

Hallo zusammen.

Nachdem ich mal wieder ein wenig getrödelt habe mit der Schreiberei hab ich jetzt einen Brief geschrieben. Zu finden auf www.jesusfreakswollbach.de

Bis die Tage. Ahoi!

Letzte Woche Donnerstag hatten wir wie jede Woche am Abend Gottesdienst der 614 Gemeinschaft. Nach dem Gottesdienst haben wir immer noch bis 21Uhr unser Cafe für die Leute aus dem Viertel geöffnet. Dieses Mal waren nur wenige Leute da. Zwanzig Minuten vor Schluß tauchte aber noch jemand auf, den ich bisher nicht getroffen hatte. Ich setz mich also zu ihm, wir trinken Kaffee zusammen und unterhalten uns und plötzlich sagt er, dass heute sein 48ter Geburtstag ist. „Was?!“ Nachdem ich die Tage zuvor immer wieder selber zum Essen eingeladen wurde habe ich mich kurzer Hand entschlossen ihn zu fragen, ob ich ihn zum Abendessen einladen kann um seinen Geburtstag zu feiern. Ein ungläubiges „Du meinst das ernst?“ kommt aus seinem Mund, aber als ich sage, „Auf jeden Fall. Es wäre mir eine Ehre.“ stimmt Robert zu und wir sitzen später zusammen bei ‘Save-on-Meats’ zum Burgeressen. Wir hatten einfach eine richtig nette Zeit zusammen. Robert kommt, wie es sein Akzent auch sofort verrät, aus Australien und so hatte er einige Geschichten zu erzählen: Wie seine Mutter nach der Scheidung mit den Kindern nach Kanada gekommen ist, wo der Rest seiner Familie jetzt lebt und einiges mehr. Nach einer guten Unterhaltung bedankte er sich auf dem Nachhauseweg - für mich ins Balmoral, für ihn in eines der Obdachlosenschlaflager – für alles und meinte plötzlich, ob wir nicht noch zusammen beten könnten. „Nichts lieber als das!“. Wir beteten für seine Familie, die er lange nicht gesehen hat und für seine eigene Situation hier. Das war’s. „Irgendwann werden wir uns mal wieder sehen …“.

Über’s Wochenende waren wir zu siebt bei Maria’s Familie in Victoria eingeladen. Alle Hausaufgabe war erledigt und ich konnte die Zeit mit Micha und Claus genießen. Wir hatten einen sonnigen Tag in der Stadt und die Möglichkeit über die letzten Jahre, wie alles gerade so aussieht und über das, was vor uns liegt, zu reden. In all dem war viel Dankbarkeit für Gottes Wirken und Hoffnung für das, was kommt! Als wir Sonntag Abend allesamt zurück in Vancouver waren startete unsere neue Schulwoche mit ‘Street Combat’ und es gab für mich prompt eine Gebetserhörung: Jonathan und ich haben einen betrunkenen Nachbarn in eins der Schlaflager gebracht und auf dem Weg raus traf ich dort Robert. Großartig. Wir haben zwar nur kurz geredet, aber es war ermutigend und gut. Noch besser war es ihn am Dienstag plötzlich beim Abendessen zu treffen. Er hat sich dazu entschlossen nach all den Jahren einen Entzug zu machen und so ist der bei der Heilsarmee in der Reha gelandet, wo wir Essen gehen. Hallelujah! Die Entzugstage hat er jetzt ganz gut hinter sich gebracht und er weiß noch nicht, ob er weiter bleiben will und das ganze Programm absolvieren will. Wir werden sehen. Allzu oft sehe ich ihn nicht, aber ich bete, dass er weiter geht und mehr Leute findet, die mit ihm auf diesem Weg vorwärts gehen. Vielleicht willst du auch mit für ihn beten.

Heute morgen haben wir Psalm 130 gebetet. Die Verse 5&6 fand ich passend für Robert’s Situation und sicher auch gelegentlich für Dinge in deinem und meinem Leben, wenn wir darauf hoffen Besserung zu sehen:

Ich hoffe auf den Herrn, ja, aus tiefster Seele hoffe ich auf ihn. Ich warte auf sein ´rettendes` Wort. Von ganzem Herzen sehne ich mich  nach dem Herrn – mehr als die Wächter sich nach dem Morgen sehnen, ja, mehr als die Wächter nach dem Morgen!

Tag der Deutschen Einheit

Da hat uns David, der Vater eines Freundes Nordvancouver gezeigt.

Frühling in Victoria

Vom 42ten Stock des WoodwardsBuildings :)

Ahoi!